18 Juli Hinterfragen, Verstehen, Neudenken – Wie kann eine Eröffnung des sogenannten Tansania-Parks 2030 aussehen?
Wenn der sogenannte Tansania-Park 2030 eröffnet werden würde – wie könnte das aussehen und was braucht es dafür?
Mit dieser Frage haben wir uns mit einer Kunstklasse der Otto-Hahn-Schule und den Kulturagentinnen e. V. beschäftigt. Über zwei Monate hinweg durften wir die Jugendlichen in Form von Unterrichtsbesuchen bei ihrem Prozess begleiten und unterstützen. In dieser Zeit erkundeten die Jugendlichen den Ort, setzten sich mit seiner Geschichte und Gegenwart auseinander und entwickelten eigene Ideen für seine zukünftige Gestaltung. Das Projekt greift zentrale Kompetenzen des Kunstunterrichts auf und eröffnet den Schüler*innen zugleich die Möglichkeit, gemeinsam mit außerschulischen Partner*innen ein Vorhaben zu realisieren, das im öffentlichen Raum sichtbar wird. Im Sinne des Ansatzes „Design for Future“ reflektierten sie historische und aktuelle Kontexte und entwarfen Visionen für einen Park, der im Jahr 2030 gerecht, solidarisch und nachhaltig gestaltet sein könnte. Hierbei wurde ihnen die Freiheit gegeben, den Park so zu gestalten, wie sie es für angebracht hielten.
Einige Schüler*innen entschieden sich, den Park mit Infoschildern zu versehen, andere entschieden sich, das Tor des Parkes neu zu gestalten, während andere sich dazu entschieden, die Reliefs komplett neu zu denken. Jedoch zeigten alle Ideen eins: eine Vision von einer gerechteren, aufgeklärteren und gemeinsamen Zukunft. Der Prozess, den die Schüler*innen beim Erarbeiten der Visionen durchgehen, ist darauf angelegt, sie langfristig zu begleiten. Nicht nur werden die Jugendlichen für die komplexen Zusammenhänge zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart sensibilisiert, sondern sie erlangen ebenfalls die Fähigkeit, die Sichtweisenvielfalt der Geschichte zu erkennen. Die Schüler*innen haben sich aktiv, solidarisch und bewusst mit ihrem Umfeld auseinandergesetzt, Denkmäler wie auch deren Geschichte näher zu betrachten und sich in ihrer lokalen Gemeinde zu beteiligen. Dies zeigte die Klasse der Otto-Hahn-Schule: Schüler*innen zeigten Interesse an den Beziehungen zwischen historischen Ereignissen, schürten Verständnis und Empathie und präsentierten die Fähigkeit, über den Tellerrand hinwegzudenken.
Das Ergebnis? Handgefertigte Modelle des potenziell neueröffneten sog. Tansania-Parks, welche nach einer gemeinsamen Eröffnung und einer Präsentation im Zeitraum vom 15.06. bis 05.07.2026 in der Gläsernen Werkstatt im EKZ Jenfeld frei zur Besichtigung
ausgestellt wurden. Und Jugendliche, die bestärkt, gemeinsam und selbstsicher an einer Zukunft für jeden arbeiten können.
Die Arbeiten entstanden im Frühjahr 2026 in Kooperation mit Viktoria Zvolski vom Salon International e.V., der Bildungsreferentin und Stadtplanerin Rbqa Renz, Eva-Maria Glitsch von den Kulturagent:innen e.V. und Leo Schneider von der Otto-Hahn-Schule. Thabo Bollwinkel begleitete das Projekt als Projektassistenz.
Wir bedanken uns bei der BürgerStiftung für die Förderung.
Text von Thabo Bollwinkel