Vergessene Perspektiven sichtbar machen: Rundgang „Schwarze Menschen im Nationalismus“

Text von Valerie Addae 

Am 22.März 2026 haben wir am Rundgang ,,Schwarze Menschen im Nationalismus’’ in „Tansania Park’’ in Hamburg-Jenfeld teilgenommen. Die Führung übernahm die Historikerin und Kuratorin Tanja Aminata Bah. Der Rundgang unterscheidet sich von klassischen Stadtführungen. Es geht nicht darum, Orte abzuklappern, sondern zuzuhören und die Geschichte der Menschen wahrzunehmen, die sonst oft übersehen werden.

Im Fokus standen Persönlichkeiten wie Theodor Wonja Michael und Marie Nejar. Ihre Erzählungen zeigen, wie der Alltag Schwarzer  Menschen zur Zeit des Nationalismus geprägt war von Diskriminierung, aber auch von Strategien, mit denen sie damit umgingen. Diese Geschichten machen deutlich, wie unterschiedlich die Erfahrungen waren und welche Herausforderungen das Leben damals mit sich brachte. Besonders spannend war, wie selten solche Perspektiven sonst in der
Geschichtsschreibung auftauchen. Der Rundgang hat uns nicht nur Informationen vermittelt, sondern auch ein neues Verständnis dafür eröffnet, wie das Leben Schwarzer Menschen damals aussah.

Die Mischung aus historischen Fakten und erzählerischen Elementen macht den Rundgang anschaulich. Es fühlt sich weniger nach dem Lernen an, sondern eher danach, die Geschichte direkt nachzuvollziehen. Am Ende gingen wir mit dem Eindruck nach Hause, dass Zuhören und Verständnis wichtig sind, um die Geschichte der Vergangenheit nicht zu kennen, sondern sie auch wirklich wertzuschätzen. Wir können den Rundgang allen weiterempfehlen, die sich für Geschichte interessieren, neue Perspektiven kennenlernen möchten und offen dafür sind, einmal genauer hinzuhören.