Collage Tansania Park in Jenfeld

Der Tansania Park* in Jenfeld. Koloniales Erbe im Hamburger Osten.

Wir haben den Stadtteilkulturpreis 2026 gewonnen!

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Symposium am 13.10.
Unter dem Titel "Von Denkmälern und Widerstand: Die unsichtbare Seite der Geschichte“ laden wir zu Workshops, Vorträgen und Diskussionen nach Jenfeld ein.

Hinter hohen Zäunen versteckt, von außen nicht zu erkennen. Verborgen zwischen Bäumen und Büschen liegt er im Osten Hamburgs. Einen offiziellen Namen hat er nicht, kaum jemand im Stadtteil kennt ihn, auf dem Jenfelder Stadtplan ist er nicht verzeichnet. Und doch ist er da, der „Tansania Park“, wie er umgangssprachlich genannt wird. Doch was verbirgt sich hinter dem Namen und dem Zaun?

Gemeinsam mit Nachbar*innen wollen wir auf koloniale Spurensuche gehen und fragen: Wie kann ein Stadtteil mit seinem kolonialen Erbe umgehen? Und welche Teile der Geschichte verschweigt der Park? Expert*innen aus Hamburg und Tansania stehen uns zur Seite, wenn wir diesen Fragen auf den Grund gehen.

Wir verstehen unser Projekt als ergebnisoffen, wollen jeder Perspektive Raum und Gehör geben und gemeinsam lernen, diskutieren und über die Zukunft des Stadtteils Jenfeld nachdenken. Unser Projekt lebt davon, dass du mitmachst. 

Der Name „Tansania-Park“ wirft kritische Fragen auf, insbesondere hinsichtlich seiner Entstehung und der beteiligten Akteure. Er wurde von Beginn an deutlich kritisiert, vor allem weil er ohne Einbeziehung tansanischer Partner:innen oder der tansanischen Diaspora in Deutschland gewählt wurde. Seine koloniale Konnotation ist daher nicht zufällig, sondern Ausdruck fortbestehender Deutungsmacht.

Im Verlauf unseres Projekts sind wir dem Namen wiederholt begegnet, haben ihn diskutiert und reflektiert. Dabei sind wir zu dem Schluss gekommen, ihn vorerst als Arbeitstitel beizubehalten – nicht aus Mangel an Alternativen, sondern aus dem Bewusstsein heraus, dass eine Umbenennung nur im Rahmen eines machtkritischen, transparenten und partizipativen Prozesses erfolgen sollte.

Gleichzeitig verwenden wir „Tansania-Park“ weiterhin als Eigenname, um seine Relevanz in der aktuellen Debatte sichtbar zu machen und die Auseinandersetzung mit einer sensiblen und respektvollen Namensgebung zu fördern. Zudem ist der Begriff im Stadtteil etabliert und wird umgangssprachlich genutzt. Der Einfachheit halber dient er uns daher als vorläufige Bezeichnung, wobei wir offen für alternative Vorschläge bleiben. In diesem Sinne steht der Name auch für die Prozesshaftigkeit unseres Projekts.

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